066 Wenn ich doch nur Shakespeare wär‘, was wär’n meine Worte?

Im Zuge der Herausgabe eines Jubiläumsbuches zu meiner Tätigkeit als Moderator des Poetry‑Slams „Reimrausch“, den ich gemeinsam mit meinem besten Freund Mic organisierte, entstanden zwei kleine Texte – oder besser gesagt: Gedichte. Doch ich bin kein Schreiberling. Zumindest nicht im poetischen Sinne.

Heute jedoch gibt es Hilfsmittel, die selbst aus mir einen Dichter vom Kaliber eines William Shakespeare, den ich zutiefst verehre, machen könnten.
Ich maße mir nicht an, meine geistigen Ergüsse – zumal sie künstlich verfremdet wurden – mit den Werken des guten Willy zu vergleichen. Seht es vielmehr als Hommage … oder einfach als Spaß.

So leset!

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O Liebe meines Lebens — für immer ewiglich

O rastloses Herz, welches find’ in keiner Stund’ den Frieden, den die Zeit verspricht.
Denn du — Andreen — ein Schatten, mild und doch so scharf — schleichst durch mein Denken wie ein nächtlich’ Wehn. Ein Duft, ein Klang, ein flüchtig süßer Schmerz, der mich befällt, eh’ ich ihn bannen kann.

Ein Wort im Zorn, zu schnell, zu heiß entfacht; ein Wort im Gram, zu leise, um zu tragen, so stolperten wir beide durch die Nacht und wussten nicht, wie nah der Abgrund lag.
Die Wege sind nun fort, die einst uns führten; kein Schritt zurück, wie sehr das Herz auch fleht.
Du hältst mich fest, obgleich die Welt mir sagt, dass Loslassen die einzig’ Gnade sei.

Mein Fehl, dein Fehl — ein Spiegel ohne Gunst. Und oft frag’ ich den Himmel, ob’s nicht anders hätt’ enden können, wär’ das Schicksal mild.
Doch wär’ das Anders wirklich besser g’wesen? Wer weiß, was Götter weben in der Nacht.

So bitt’ ich nun die Allmacht um die Kraft, zu löschen, was in mir noch brennt wie Glut: die Süße deiner Nähe, die mich nährt und doch verzehrt, wenn ich an gestern rühr’.

Und dennoch weiß ich — wie der Mond über der See — du wirst in mir ein Leuchten immer sein.
Obgleich dein Arm mich nimmermehr umfängt, so heb’ ich still den Blick zum Sternenzelt und hoff’, dass du, in selt’nen weichen Stunden, auch meiner denkst — mit Wehmut, leis’ und klar — und durch die Tränen siehst die gleichen Sterne.

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Der Sand, der dich aus mei’m Herzen trägt

O einsam steh’ ich hier am Strand, wo Abendgold die Welt durchglüht.
Die Knie im Sand, die Hand im warmen Land, das mir von alter Zeit erzählt und sacht verglüht.

Ein Griff voll Sand — und wie er rinnt, so rinnt auch, was an dich mich band.
Kein Mensch hält fest, was flieht im Wind, kein Herz bewahrt, was Zeit verbrannt.

Wie bleich die Bilder, die einst brannten, wie fern der Klang, der mich durchdrang.
Was einst die Seelen fest verbanden, verblasst nun leis’ in meinem Gang.

Mit dir begann mein neues Leben, doch bald verlor ich dich im Sturm.
Kein Zorn, kein Groll — ich kann dir’s nicht vergeben, denn Schuld trägt keiner in des Schicksals Turm.

Nun spür’ ich, wie du langsam schwindest, wie Nebel, der vom Morgen flieht.
Und was mich noch an dich verbindet, ist nur ein Faden, der im Winde zieht.

Wie war dein Duft? War’s Rosenhauch? War’s Milch, war’s Vanille, war’s ein Traum?
Ich wusste es — doch nun verraucht der süße Hauch in Zeit und Raum.

Wie war dein Blick? Dein braunes Licht? War’s Bernstein, Kastanie, Schokoschaum?
Ich wusste es — doch nun verblasst dein Gesicht, verweht im Wind wie des Morgens Traum.

Wie klang dein Wort? Wie ging dein Schritt? Ich wusste es — und liebte es.
Doch nun nimmt Zeit die Spuren mit, und lässt mich leer, wo einst du bist.

Ich greif’ nach dir — doch meine Hände fassen nur Luft, nur Nacht, nur Schmerz.
Du fliehst wie Geist, und ohne Wende erstarrt ein Teil in meinem Herz.

Nun steh’ ich hier, der Tag vergeht, der Sand rinnt kalt durch meine Hand.
Die Möwen ziehn, kein Blick verweht, sie fliegen fort, hinaus ins Land.

Sie werden klein, sie werden fern, bis ich sie nicht mehr sehen kann.
So schwindest du — wie jeder Stern, der fällt, bevor der Morgen anbricht dann.

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